VISION
Mein Weg zu LenkUP.
Ich heiße Lenka und ich liebe Menschen. Und vielleicht ist es kein Zufall, dass ausgerechnet das Lenken irgendwann zu meiner Arbeit wurde.
Heute lenke ich den Blick auf das, was in Menschen steckt und gelebt werden will.
Lenkerisch. Lebendig.
Dies ist ein Titel
Das Leben hat meine Pläne nicht gefragt.
Und genau dafür bin ich heute dankbar.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl.
Du machst alles richtig. Du bist vernünftig. Du gibst dein Bestes.
Und trotzdem kommt das Leben dazwischen.
Mir ist das mehr als einmal passiert. Und jedes Mal musste ich etwas loslassen.
Einen Plan. Eine Vorstellung. Oder die Kontrolle.
Damals fand ich das nicht besonders großartig. Heute schon.
Ich wollte nicht süß sein. Ich wollte gemeint sein.
Für mein Auslandsjahr zog ich nach Frankfurt. Neues Land. Neue Sprache. Neues Leben.
Ich hatte viel zu sagen. Nur leider noch nicht auf Deutsch. Einmal wollte ich sagen, dass ich aus meiner Wohnung ausziehe.
Stattdessen sagte ich, dass ich mich ausziehe.
„Ach, wie süß…“
Alle lachten.
Ich stand da. Rot. Sprachlich nackt.
Willkommen in Deutschland, Lenka.
Heute kann ich drüber lachen. Damals verstand ich etwas anderes:
Es macht kein Unterschied, ob du etwas sagen kannst. Oder ob du wirklich sagen kannst, was du meinst.
Vielleicht kennst du das auch. Vielleicht gab es auch einen Satz, den du bis heute mit dir trägst. Ganz ohne Fremdsprache.
Während meines Studiums arbeitete ich in einem Restaurant. Für jeden Fehler bezahlten wir 5 Euro. So war die Regel. Falche Teller. Falche Bestellung. Füng Eruro.
Nach ein paar Wochen sagte ein Kollege:
„Lenka, wenn das so weitergeht, finanzierst du unsere Weihnachtsfeier.“
Er hatte nicht ganz unrecht.
Und trotzdem blieb der Satz hängen.
Worte bleiben.
Manchmal länger als die Menschen, die sie ausgesprochen haben.
Später hörte ich andere. Mein Deutsch sei nicht gut genug. Ich sei zu jung. Zu unerfahren. Mein Platz sei vielleicht einfach woanders.
Und ehrlich? Ich wollte es ihnen zeigen.
Also lernte ich. Ging weiter. Suchte mir Menschen, die mehr konnten als ich. Sammelte Erfahrungen im Ausland.
Schneller. Weiter. Mehr.
Damals nannte ich das Ehrgeiz. Ein Teil davon war beweisen.
Ein Satz reicht manchmal.
Später arbeitete ich im Marketing.
Ich liebte Kommunikation. Ich liebte Menschen. Und ich dachte, ich hätte meinen Platz gefunden.
Eines Abends stand ich schon in der Tür.
Mantel an. Feierabend.
Mein Chef fragte: „Bist du dir sicher, dass du für morgen gut vorbereitet bist?“
Ich zog den Mantel wieder aus.
Nicht, weil ich schlecht vorbereitet war. Sondern weil ich seinem Zweifel mehr vertraute als meinem eigenen Gefühl.
Da war es wieder.
Noch ein bisschen besser.
Noch ein bisschen mehr.
Ich wusste damals nicht, dass mir das Leben diese Entscheidung irgendwann abnehmen würde,
Ich musste anhalten.
Nicht freiwillig. Mein Kalender war leer. Keine Termine. Keine To-do-Liste. Kein sichtbarer Fortschritt.
Und trotzdem entstand in dieser Zeit das Wertvollste, das ich je geschaffen habe.
Während ich dachte, dass nichts passiert, ist jeden Tag neues Leben in mir gewachsen.
Früher dachte ich, Stille bedeutet Stillstand. Heute weiß ich, dass manchmal dort das Leben wächst.
Mein Körper bestimmte plötzlich das Tempo. Nicht mein Kopf. Und Kontrolle? Funktionierte nicht.
Nicht Kontrolle gibt Sicherheit.
Vertrauen tut es.
Plötzlich schrieben mir viele Menschen. Manche wollten Antworten. Andere nur:
„Melde dich, wenn du soweit bist.“
Kein Druck. Keine Erwartungen.
Nur Raum.
Ohne funktionieren zu müssen.
Ohne sich erklären zu müssen.
Im eigenen Tempo.
Raum allein reicht nicht. Irgendwann braucht es Klarheit.
Genau dort beginnt heute meine Arbeit.
In dieser Zeit sagten zwei Menschen unabhängig voneinander fast denselben Satz:
„Tu nur das, was sich stimmig anfühlt.“
Nicht: Was sollte ich tun?
Sondern: Was fühlt sich heute stimmig an?
Diese Frage ist geblieben.
Nicht alles, was leise ist, ist weg.
Heute erzählen mir Menschen zuerst von ihrem Job. Ihren Plänen. Ihren Zielen. Und dann fällt irgendwann dieser eine Nebensatz:
„Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes.“
Ganau da wird es spannend. Denn meistens ist das „Eigentlich“ gar nicht so nebensächlich. Bei mir war es lange ein anderer Satz: „Dein Platz ist woanders.“
Heute kommen Menschen aus dem Ausland zu mir nach Tschechien, um mit mir zu arbeiten. Zu mir nach Hause. Verrückt eigentlich. Und schön.
Und eines weiß ich heute: Wo dein Platz ist, sollte dir niemand anderes sagen.
Ich übrigens auch nicht.
Ich lenke den Blick.
Du entscheidest.
Damals bekam ich Raum. Heute gebe ich ihn weiter.
Nicht denselben Weg. Aber denselben Raum.
So ist LENKUP entstanden.
Nicht aus einem Businessplan.
Sondern aus meinem Leben.
Das war meine Geschichte.
Vielleicht erzählst du mir irgendwann deine.